Weltenburg

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Bevor sich die Donau in den monumentalen Cañon, die Weltenburger Enge zwängt, passiert sie den namensgebenden Ort Weltenburg mit seinem weltberühmten Benediktinerkloster am Südufer.

Die einzigartige Landschaft hat schon vor Jahrtausenden die Menschen hierher gelockt. Bereits in der Jungsteinzeit im 5. Jahrtausend v. Chr. lebten hier Bauern. Während der frühen Bronzezeit um 1800 v. Chr. befand sich auf dem Frauenberg eine Siedlung mit Handelskontakten bis in die Schweiz und in die Slowakei und noch heute zeugen die Wallanlagen dort von einer Höhensiedlung aus der Urnenfelderzeit um 1000 v. Chr. Auch die Kelten haben ihre Spuren hinterlassen: Neben Gräbern aus dem Dorf stammt von der ehemaligen Viehweide eine der berühmtesten keltischen Bronzefiguren, das „Weltenburger Stierl“. In der Neubausiedlung „Am Galget“ kam bei Ausgrabungen ein kleines römisches Kastell zum Vorschein. Und schließlich zur Zeit der Ungarneinfälle im 10. Jahrhundert wurde (vielleicht durch den Hl. Wolfgang, Bischof von Regensburg) auf dem Frauenberg eine befestigte Pfalz errichtet – die älteste Bauphase der Frauenbergkapelle, die erhaltenen Grundmauern des repräsentativen Palas und der noch 11,8 m hohe „Wolfgangswall“ legen davon Zeugnis ab.

Kloster Weltenburg

Die Benediktinerabtei Weltenburg

Am Donauufer zu Füßen des Frauenberges wurde vermutlich zu Beginn des 7. Jahrhunderts durch irische Missionare ein Kloster gegründet. Seither hat es eine sehr wechselvolle Geschichte erlebt: wechselnde Besitzer, Gönner und Gegner, Aufschwung und Niedergang, Plünderung und Verarmung, Verwüstungen durch verheerende Hochwasser, Säkularisation und Neubelebung als Priorat und seit 1913 schließlich wieder Abtei.

Sein heutiges Aussehen verdankt es weitgehend Abt Maurus Bächl, der im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts den barocken Um- und Neubau mit den weltberühmten Arbeiten der Gebrüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam betrieb.

Weltenburg heute

Durch das barocke Kloster mit der „Asamkirche“, dem neuen Besucherzentrum, seiner langen Brautradition in der vielleicht ältesten Klosterbrauerei der Welt und dem idyllischen Biergarten sowie dem Naturerlebnis der Weltenburger Enge, einem Naturschutzgebiet mit Europadiplom, hat sich Weltenburg zu einem Besuchermagnet entwickelt. Der Ort und das Kloster ist Etappen- oder Zielpunkt für viele internationale, nationale und lokale Routen, etwa der Via Danubia, der Via Raetica, dem Jakobsweg oder dem Donauradweg. Es ist Anlaufspunkt für Ausflugsfahrten mit Flussdampfern, traditionellen Holzzillen oder dem Kanu durch den Donaudurchbruch und beliebtes Ziel für Tagestouristen, die mit Bus, Pkw auf zwei Rädern oder einfach nur zu Fuß ankommen.

Trotzdem hat sich der Ort mit seinem historischen Kern mit der kleinen Filialkirche, den landwirtschaftlichen Anwesen zusammen mit den Neubausiedlungen als eine vitale Dorfgemeinschaft erhalten. Viele der knapp 500 Weltenburger sind in Vereinen engagiert: z.B. bei der freiwilligen Feuerwehr, der Deutsche Lebens-Retttungs-Gesellschaft (DLRG) e.V. oder dem Obst- und Gartenbauverein.

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