Energiespartipps

Wie man die Haushaltskasse und die Umwelt schonen kann, zeigen nachfolgend stichwortartig ein paar Beispiele:

  • Haushaltsgeräte: Wahl der Energieklasse
    Achten Sie beim Kauf von Kühlschränken, Waschmaschinen und anderen Elektrogeräten auf die Effizienzklassen A+ bis A+++
    Bsp.: Stromkosten - Einsparpotential bei Ersatz Kühlschrank von Effizienzklasse B zu Klasse A+++: bis 100 Euro/Jahr
  • Abschalten statt Stand-by
    Viele Geräte verbrauchen Strom, wenn man sie mit der Fernbedienung abschaltet. (Lämpchen leuchtet, Leuchten mit Schieberegler, Kaffeemaschine, PC etc.)
    Einsparpotential bis 100 Euro jährlich
  • Waschen und Trocknen
    Wäschetrockner verbrauchen erhebliche Strommengen. Alternative Wäscheleine? Ansonsten gute Effizienzklasse wählen. Waschen bei 40° meist ausreichend!
    Einsparpotential: bis über 100 Euro jährlich
  • Effiziente Küche
    Vermeiden Sie ineffizientes Kochen und Backen etc:
    • Kochen mit Deckel
    • Passende Wassermenge
    • Kühlschrank/Gefriertruhe regelmäßig abtauen
    • Spülmaschine effizient laden
    • Kühlschrank/Gefriertruhe an einen kühlen Ort stellen
  • Fenster abdichten
    Undichte Fenster nachträglich mit Dichtungsband zu versehen kann im 150 m²-Haus 50 – 100 Euro sparen (Bsp. Ölheizung).
  • Sparduschkopf, Wasserspardüse und Warmwasser
    Der Ersatz eines normalen Duschkopfes durch einen sog. Sparduschkopf und die bedarfsoptimierte Warmwasserverwendung (z. B. Händewaschen etc.) und der Einsatz von Wasserspardüsen (Wasserhahn) kann für einen 3-Personen-Haushalt je nach Nutzerverhalten bis zu 300 Euro im Jahr sparen.
  • Hydraulischer Abgleich
    Wenn Heizkörper ungleichmäßig warm d.h. mit Warmwasser versorgt werden, sollte man die Druckverhältnisse durch entsprechende Ventile aufeinander abstimmen. Man nennt dies einen „hydraulischen Abgleich“ (FHeizungsfirma). Durch diese Maßnahme lassen sich im Einfamilienhaus (150 m²) bis 100 Euro/Jahr sparen.
  • Thermostate und Raumtemperatur und Lüften
    Raumtemperaturen sollten bedarfsgerecht eingestellt sein, sowohl Überheizung als auch Auskühlung sollte vermieden werden. Die Begrenzung der Raumtemperatur auf 20 °C anstatt 21 °C ist für das Wohlbefinden kaum spürbar, bringt jedoch eine erhebliche Energieeinsparung mit sich (pro Grad weniger ca. sechs Prozent Heizenergie).
    Heizkörper-Thermostate regulieren die Temperatur selbsttätig je nach Einstellpunkt. So regelt ein mechanischer Thermostat bei Einstellung 3 auf eine Temperatur von ca. 20 Grad C, Stufe 2 auf ca. 16 Grad C. Ein höheres „Aufdrehen“ ist nicht erforderlich. Noch effizienter sind elektronisch regelbare Thermostate, die auch eine Nachtabsenkung der Temperatur ermöglichen. Im Beispiel Einfamilienhaus können durch die entsprechende Ausrüstung und Nutzerverhalten bis weit über 100 Euro Heizkosten eingespart werden (FHeizungsfirma).
    Richtiges Lüften spart Geld und Gesundheit: mehrmals am Tag 3-5 Minuten das Fenster ganz auf, nicht kippen! Kein Luftaustausch zwischen kalten und warmen Räumen!
  • Heizungspumpen
    Noch immer ist kaum bekannt, dass alte Heizungspumpen einen großen Anteil am jährlichen Stromverbrauch haben. Der Austausch in moderne effiziente Pumpen amortisiert sich in der Regel schon nach wenigen Jahren (FHeizungsfirma).
  • Großes Potential bietet natürlich auch die Modernisierung der Energieerzeugung, die Nutzung von Photovoltaik (insbesondere für den Eigenstrombedarf) und die energetische Gebäudesanierung, wobei aus Gründen der Wirtschaftlichkeit letzteres meist in Zusammenhang mit einer notwendigen Substanzsanierung erfolgt. Es gibt jedoch separate Einzelmaßnahmen, die eine kurze Amortisationszeit aufweisen, wie z. B. der Austausch alter Fenster.
  • Energiesparlampen / LED
    Energiespar- und LED-Lampen reduzieren den Stromverbrauch erheblich und amortisieren sich i. d. Regel binnen weniger Jahre. Je länger die  Brenndauer desto besser eignen sich LEDs (lange Lebensdauer), die zudem umweltfreundlicher sind.
    Bsp.: Einsparpotential bis 100 Euro jährlich je nach Nutzerverhalten möglich.
    Vergleich der Lampentypen: (Quelle: LfU)
  • Weitere Klimaschutzvorschläge: Autofahren reduzieren, ausreichender Reifendruck (Spritverbrauch!), Fahrgemeinschaften, mehr mit dem Fahrrad fahren, Urlaub ohne Flug planen usw.
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Darüber hinaus führt die Deutsche Energieagentur GmbH (DENA) in Abstimmung mit dem BMWI und den Förderstellen BAFA, KfW eine Energieberater- und Energieeffizienz-Expertenliste insbesondere für geförderte Maßnahmen, wo u.a. nach lokalen bzw. regionalen Experten gesucht werden kann.

Ebenso die Energieberatung der Verbraucherzentrale, die auch kostenlose Beratung für einkommensschwache Haushalte (Nachweis erforderlich) anbietet.

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