Regionales Wasserstoffkonzept für Kelheim

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Wie gestalten wir die Zukunft? Unsere klare Positionierung: klimaneutral durchs Erste Nationale Naturmonument mit Wasserstoff aus der Region.

Wasserstoff ist ein wesentlicher Baustein zur Umsetzung und Erreichung der nationalen und europäischen Klimaziele. Egal ob als Alternative für fossile Brennstoffe, Treibstoff für LKWs, Busse (ÖPNV) und den Schiffsverkehr oder als hochwertiger Energiespeicher: Wasserstoff ist ein Multitalent.

Der Schlüssel ist die Multikonversion, d.h. die vielfältige Umwandlung organischer Reststoffe in Wasserstoff und dessen Derivate. Wasserstoff lässt sich nicht nur durch Elektrolyse unter Verwendung von regenerativen Energiequellen, sondern auch aus Klärschlamm, Gülle oder Biogas gewinnen. Die Nutzung von Wasserstoff ist vielfältig und zukunftsträchtig. In Kelheim könnte zum Beispiel die Weiße Flotte sowohl klimaneutral, als auch emissionsfrei durchs Erste Bayerische Nationale Naturmonument fahren und damit einen wesentlichen Beitrag zum Ausstieg aus der fossilen Energiegewinnung leisten.

Die Kreisstadt Kelheim ist als DONAU H2UB geradezu prädestiniert: Als etablierter Chemie-Standort finden sich hier strategische Akteure, die vom Beitritt in ein regionales Wasserstoff-Netzwerk überzeugt sind. Die geographische Lage Kelheims ist herausragend: Am direkten Mündungsbereich des Rhein-Main-Kanals in die Donau ist der Standort ideal mit den Verkehrssektoren Wasser, Schiene und Straße verknüpft. Der DONAU H2UB Kelheim wird auf dem Areal der ehemaligen Süd-Chemie entstehen. Für das industrie-historische Gelände wird eine neue Ära eingeläutet als nachhaltige Drehscheibe für zukunftsweisende Technologien.

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Die planerischen Anfänge eines regionalen Wasserstoff-Konzepts gehen auf Prof. Dr. Richard Weihrich vom MRM (Materials Resource Management) der Universität Augsburg zurück. Mit Prof. Dr.-Ing. Hans-Peter Rabl von der OTH Regensburg ist der Brückenschlag nach Kelheim gelungen. Sie haben Dr. Timo Körner vom AMU (Anwenderzentrum Material- und Umweltforschung) der Universität Augsburg ins Boot geholt. Zum Team ist Dr. Michael Heine gestoßen, der aus seiner beruflichen Vergangenheit mit dem Standort bestens vertraut ist.

Bürgermeister Christian Schweiger hat schnell reagiert und die beiden Kelheimer Unternehmer, Hermann Meier und Franz Kürzl, mit ihrem Gelände der ehemaligen Süd-Chemie für das Projekt begeistert. Zusammen mit Tim Bosse, Giorgio Karhausen und Dr. Christian Schärer von der BavariaHydro GmbH ist gemeinschaftlich das Konzept des DONAU H2UB entwickelt und strukturiert worden. Für die wissenschaftliche Begleitung nimmt die Stadt Kelheim als Wasserstoffregion am HyLand-Programm des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur teil.

Die Umsetzung als einzigartiges Wasserstoff-Drehkreuz wird regionale Wertschöpfungsketten mit überregionalen Stoff-, Energie- und Verkehrsströmen kombinieren. Die Möglichkeiten, die der DONAU H2UB Kelheim für die Region und weit über die Grenzen Süd- und Ostbayerns hinaus bietet, sind enorm. Für eine klimafreundliche und wirtschaftliche Zukunft Kelheims.

Details: Regionales Wasserstoffkonzept für Kelheim

Präsentation (5,1 MB)

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