Made in Kelheim

Meldung vom Montag, 12. April 2021

Interview mit Geschäftsführer Florian Beil

Individuelle Kundenlösungen für industrielle Schaltanlagen und Steuerungen, die am Ende mit über 10 km an Leitungen bis zu 800 kg wiegen und oft nur wieder zerlegt transportiert werden können, das ist für Elektrosysteme Beil keine Seltenheit. Hierfür auch den zu Grunde legenden Schaltplan zu erstellen, der schon mal gut über 1.000 Seiten haben kann, kein Problem.

Dabei haben diese Schaltanlagen nichts mit den elektrischen Verteilerschränken zu tun, die man aus seinen Wohnräumen kennt. Doch wofür werden diese genau benötigt?

Das möchten wir Ihnen im Newsletter genauer vorstellen.

Die Wirtschaftsförderung der Stadt Kelheim war am neuen Firmenstandort zu Besuch. Florian Beil, Elektrotechnikermeister, war zuvor mit seinem Betrieb seit 2010 in Weltenburg ansässig und ist nun die erste Firma, die sich im neuen Gewerbegebiet Heidäcker niedergelassen hat. Die enge Verwurzelung zu den regionalen Partnerbetrieben und die gegenseitige Wertschätzung waren Gründe für die Weiterentwicklung des Betriebes in Kelheim.

Der Bau einer großen und modernen Produktionsstätte mit den entsprechenden Büroarbeitsplätzen und Funktionsräumen war ein notwendiger Schritt, aufgrund des Platzmangels in der alten Betriebsstätte und dem stetigen Personalzuwachs. Waren es 2016 noch 4 Mitarbeiter, so sind es heute bereits 12 Mitarbeiter. Seit 2020 ist das Unternehmen zudem Ausbildungsbetrieb des Elektronikers für Betriebstechnik.

Am Beispiel von einer Baby-Windel oder der Deckfolie für Lebensmittelverpackungen beispielsweise möchten wir Ihnen genauer erklären, wofür die Steuerungseinheiten notwendig sind.

Für beide Produkte sind entsprechende Produktionsmaschinen notwendig: Vliese und Folien müssen hierbei bearbeiten werden um die gewünschten Eigenschaften der endgültigen Produkte zu erhalten. An den Maschinen müssen zum Beispiel Walzen angetrieben, Flüssigkeiten dosiert und erhitzt, Pumpen gesteuert, Rührwerke angetrieben, oder physikalische Werte wie Temperaturen und Drücke erfasst werden. Und das ist nur eine kleine Auswahl der zur Produktion notwendigen Maschinenfunktionen.

Genau hier kommen die Steuerungen von Elektrosysteme Beil zum Einsatz. In diesen Schaltanlagen ist die Intelligenz, also die Steuerung der Maschine, verbaut. Diese besteht dabei sowohl aus elektrischen Komponenten (z.B. Kabel, Klemmen und Sicherungen), wie auch aus Komponenten der Informationstechnik (Steuerprogramm, Bedienelemente und Bedienbildschirm). Die Anbindung an das Leitsystem des produzierenden Betriebes gehört abschließend ebenso dazu.

Eine enge Abstimmung mit den vorwiegend regionalen Auftraggebern und kurze Dienstwege gehören hier genauso zum Alltagsgeschäft wie fundiertes, technisches Knowhow.

Die Mannschaft von Elektrosysteme Beil, bestehend aus Elektrotechnikern, Elektronikern für Betriebstechnik, Automatisierungstechnik und Gebäudetechnik, Mechatronikern und Industriemeistern garantiert Expertenkompetenz in jedem Bereich. Dabei achtet Beil bei der Qualifizierung seiner Mitarbeiter darauf, dass diese speziell in dem Bereich arbeiten können, der ihnen am meisten liegt.

Spezialisiert hat sich das Unternehmen hierbei auf diese drei Nischen: Steuerungsanlagen für Produktionsmaschinen, Lohnprojektierungsplanungen inklusive Software und deren Umsetzung für verfahrenstechnische Einrichtungen, sowie die Betreuung von Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen der pharmazeutischen Industrie.

Elektrische Komponenten verbauen, Schaltpläne erstellen, Steuerungssysteme anbinden, all das benötigt tiefe physikalische Kenntnisse. Die raschen Veränderungen der Digitalisierung muss Beil hierbei immer im Blick haben. Deswegen legt man großen Wert auf Aus- und Weiterbildung sowie in die exzellente Ausstattung durch modernste Ausrüstung und Werkzeuge. Ein moderner Betrieb, der immer up to date ist, darauf ist man hier besonders stolz.

Ein abwechslungsreiches Arbeitsfeld sowie neue Technologien und Innovationen versprechen alles, aber sicher keine Langeweile. „Mir ist besonders wichtig, dass meine Mitarbeiter gerne in die Arbeit gehen – ich traue mich auch zu behaupten, dass wir diesen Anspruch bereits erfüllen,“ schwärmt Florian Beil. Da die Zukunftsaussichten von Elektrosysteme Beil weiterhin stark wachsend sind, sind neue Mitarbeiter für viele spannende Projekte herzlich willkommen: https://wirtschaft.kelheim.de/stellenangebote/

Wir bedanken uns herzlich bei Florian Beil für die tiefen Einblicke in sein Unternehmen, verbunden mit dem sehr netten Gespräch und wünschen ihm und seinen Mitarbeitern weiterhin alles Gute in Kelheim. 

Hier mehr lesen: https://elektrosysteme-beil.de/

Meldung vom Montag, 16. November 2020

Made in Kelheim: Heidrive GmbH und Pasotec GmbH– zwei Spitzenunternehmen in Antriebs- und Systemtechnik unter einem Dach

Wussten Sie, dass Ihnen jedes Mal in einem Flugzeug oder bei McDonalds die Produkte der Firma Heidrive begegnen? Oder haben Sie davon gehört, dass die Firma Pasotec seit Beginn der Corona-Pandemie von der Bundesregierung als systemrelevant eingestuft wurde?

Doch wie genau entstanden die beiden Firmen und was stellen sie überhaupt her? Das möchten wir Ihnen gerne vorstellen:

Aus einer Schmiede in Schwabach entstand 1938 eine Metallwarenfabrik unter dem Namen Hans Heidolph, die weltweit expandierte. Im Jahre 1951 entwickelte und produzierte man die ersten Elektromotoren. 1961 wurde das Werk in Kelheim in der Starenstraße eröffnet, nachdem, so wird es sich bis heute erzählt, Dr. Zinsser mit dem Fahrrad das Altmühltal und Kelheim erkundet hat und sich in die Gegend verliebt hatte. Seitdem befindet sich der Hauptsitz in Kelheim.

1995 wurde die Tochterfirma Heidrive s.r.o. in Mrakov, Tschechien gegründet. Der Geschäftsbereich Systemtechnik firmiert seit Januar 2015 unter dem eigenen Namen Pasotec GmbH und ist eine eigenständige Tochterfirma der Heidrive GmbH.

Seit Januar 2016 gehört die Heidrive GmbH mit seiner Tochterfirma Pasotec GmbH zum US-amerikanischen Konzern Allied Motion Technologies Inc. Ein Mutterkonzern, der ebenfalls Hersteller in der Antriebstechnik ist und die rasante Erfolgsentwicklung der beiden Firmen maßgeblich fördert. Seitdem hat sich der Umsatz um fast 60% auf 47 Millionen Euro gesteigert.

Aufgrund des hervorragenden Betriebsklimas und dem abwechslungsreichen Tätigkeitsfeld in der vielfältigen Antriebstechnologie punktet man als äußerst attraktiver Arbeitgeber. Von den insgesamt 321 Mitarbeitern sind 220 Mitarbeiter in den beiden Kelheimer Betrieben beschäftigt. Durch die Ausbildungspalette über acht verschiedene Berufssparten hinweg, ist man modern und breit gefächert aufgestellt, derzeit sind 23 Mitarbeiter in Ausbildung. Alle drei Jahre ist zudem ein dualer Studienplatz zu vergeben.

Made in Germany, höchste Ingenieurleistung aus Kelheim – Präzision die hier gelebt wird und weiterhin am Traditionsstandort festhalten lässt. Neben den hochqualifizierten Fachkräften aus der Region ist auch die gute Verkehrsanbindung an das Autobahnnetz ein Standortfaktor für Kelheim. Die gute Zusammenarbeit mit der naheliegenden OTH Regensburg und den örtlichen Schulen sorgt dafür, dass es an qualifiziertem Nachwuchs nicht fehlt.

Von der Entwicklung bis zur Produktion wird eine hohe Eigenfertigungstiefe garantiert. So verlassen jährlich ca. 500.000 High-Tech-Elektromotoren das Haus und werden weltweit verbaut. „Ohne Elektromotoren bewegt sich nichts. Wo kein Elektromotor verbaut ist, handelt es sich meistens um Ausstellungsstücke in Museen,“ so Helmut Pirthauer über die Faszination und Wichtigkeit der Motorenwelt.

Die Anwendungsgebiete von Synchron- und Asynchronmotoren der Heidrive GmbH findet man branchenunabhängig weltweit wieder. In jedem Airbus, jeder Boeing und in speziellen Frachtladesystemen, wie zum Beispiel im Beluga Transportflugzeug, stecken Heidrive Motoren. Weitere Einsatzgebiete sind in der Luftfahrtechnik, aber auch die Robotik und die Automatisierung. Vom Türantrieb in Aufzügen in China bis hin zum vollautomatischen Melkroboter-Karrusell, überall verstecken sich Produkte der Heidrive GmbH. Aber auch in jedem Kaffeevollautomaten bei Mc Donalds oder Starbucks sind Kelheimer Elektromotoren verbaut.

Die Tochterfirma Pasotec hingegen hat sich zum Systemtechnikhersteller in den Bereichen Medizin und Labortechnik spezialisiert. So werden dort neben weiteren medizinischen Produkten vor allem mobile Arbeitsplätze zur Intensivbeatmung hergestellt, zum Beispiel ein Trolley für Intensivbeatmungsgeräte: Ein wichtiger weltweit agierender Systempartner ist hier vor allem die Fa. Dräger. So verwundert es nicht, dass die Fa. Pasotec in der Corona-Pandemie als systemrelevanter Lieferant eingestuft wurde.

Die Liebe zur Technik und die tiefe Verwurzelung im Unternehmen merkt man dem Geschäftsführer Helmut Pirthauer, der seit vielen Jahren im Konzern beheimatet ist, bei jedem Wort an. So kann man davon ausgehen, dass Heidrive und Pasotec auch in den kommenden Jahren Zukunftsgeschichte mitentwickeln werden. Ganz klar ist dabei die künftig stärkere internationale Ausrichtung. Gerade in der Welt der Automatisierung und Industrie 4.0 werden Heidrive und Pasotec eine wichtige Rolle spielen. Im Bereich von neuen Energieerzeugungsfeldern oder mobilen Arbeitsplätzen in der Industrie arbeitet man bereits heute an neuen Marktfeldern. „Wir investieren stark in High-Technologie“, beendet Geschäftsführer Helmut Pirthauer unser Interview mit einem Ausblick in die Zukunft.

Hierzu wünschen wir weiterhin alles Gute und gratulieren Herrn Pirthauer herzlichst, nicht nur zur Berufung als Mitglied in den Senat der Wirtschaft Deutschland, sondern auch zu seiner weiteren Funktion als Vice President im Mutterkonzern Allied Motion. Herzlichen Dank an Helmut Pirthauer für das Interview.

Heidrive GmbH Starenstr. 23 93309 Kelheim Tel.: 09441 7070 Fax: 09441 7070-259 heidrive.com

Hier mehr lesen: https://www.heidrive.com/de/

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