Lage, Infrastruktur & Wohnen

Standortfaktoren

Leben, wo andere Urlaub machen.
Die Kreisstadt Kelheim ist auch ein attraktiver Standort für Ihr Unternehmen.

Der Landkreis Kelheim wird aufgrund seiner geographischen Lage auch „Bayerns Herzstück“ genannt. Die Kreisstadt Kelheim ist verkehrstechnisch hervorragend angebunden:

Aus der Nähe der Kreisstadt Kelheim zum Standort Regensburg ergeben sich vielfältige Synergieeffekte. Das nahegelegene Oberzentrum bietet für unsere Bevölkerung eine wichtige Ergänzung des Kelheimer Freizeit- und Kulturangebotes. Für unsere Unternehmen stellen insbesondere die in Regensburg ansässigen Hochschulen interessante Kooperationspotenziale dar.

Die spezifische Infrastruktur im industriellen Bereich durch den rd. 85ha großen Binnenhafen Kelheim / Saal, zeichnet uns besonders aus. Ausgestattet mit einer direkten Schienenanbindung sowie einer leistungsfähigen Hafeninfrastruktur hat sich dieser Standortbereich zu einem bedeutenden Logistik- und Dienstleistungsknoten im Landkreis Kelheim entwickelt. Außergewöhnlich ist auch der Anschluss an das Binnenschifffahrtsnetz durch die Lage am Main-Donau-Kanal. Der Main-Donau-Kanal verbindet den Verkehr zwischen allen Häfen der Nordsee bis zum Schwarzen Meer und ist somit ein wichtiger Bestandteil der regionalen und (inter-)nationalen Infrastruktur.

Am Wirtschaftsstandort „Donaupark“ nutzen unsere zahlreichen Dienstleistungsunternehmen diesen attraktiven Gewerbepark, direkt an der Donau gelegen, bereits als Unternehmenssitz. Mehr als 700 Arbeitsplätze konnten hier die letzten Jahre geschaffen werden.

Weitere attraktive Gewerbegebiete wie „Am Kastlacker“, „Rennweg“, „Südchemie“, „Hafen-Saal“ und „Am Heidäcker“ bieten unseren Mittelstandsunternehmen und der Industrie hervorragende Standortrahmenbedingungen.

Wir überzeugen mit einer hohen Lebensqualitätlandschaftlicher Attraktivität sowie einem außergewöhnlichen Freizeitwert. Zahlreiche Rad- und Wanderwege, das Spaß- und Familienbad „Keldorado“, die Befreiuungshalle, das Archäologische Museum, das Kinocenter etc. bieten Freizeitmöglichkeiten für Groß und Klein. Mit dem Naturpark Altmühltal, an dessen östlichen Rand Kelheim liegt, dem Naturmonument Weltenburger Enge, dem Hopfenanbaugebiet Hallertau und dem Bayerischen Jura befinden sich Gebiete herausragender landschaftlicher Schönheit direkt vor der Haustüre.

Diverse Veranstaltungen, wie z.B. die Kulturtage, die Kunst- und Kulturnacht, das Kino-Open Air in der Altstadt, Kreisstadt-, Hafen- und Volksfeste, Regional- und Umwelttage runden unser Angebot ab. Zu den beliebten Veranstaltungen in Kelheim zählen auch die drei verkaufsoffenen Sonntage und die italienische Einkaufsnacht. Auf dem Kelheimer Viktualienmarkt, der mittwochs und samstags stattfindet, genießen Sie eine herzliche, familiäre Einkaufsatmosphäre. Über 50 gelistete Sportvereine sowie zahlreiche Sportevents, wie z.B. das älteste 24-Stunden-Radrennen Deutschlands oder der Kanu-Triathlon sorgen dafür, dass Kelheim „Sportstadt“ ist.

Insbesondere unsere Einzelhandelsstandorte Altstadt, Einkaufszentrum / Schäfflerstraße und Donaupark stehen für eine optimale Versorgung mit Waren für den täglichen, mittel- und langfristigen Bedarf.

Zahlreiche Wohnbauprojekte im Altstadtbereich sowie in den einzelnen Ortsteilen verdeutlichen, dass immer mehr Menschen die hohe Lebensqualität der Wittelsbacherstadt an Altmühl und Donau zu schätzen wissen.

Durch die gesundheitliche und medizinische Versorgung über die Goldberg-Klinik sowie zahlreiche Arztpraxen, Apotheken und weiteren Facheinrichtungen aus dem Bereich Gesundheit / Vorsorge / Fitness / Wellness sind wir in Kelheim optimal versorgt.

Von Klein auf bis zum Schulabschluss spielt die Betreuung unserer Kinder und Jugendlichen eine entscheidende Rolle. Kelheim wird hier einen maßgeblichen Beitrag zur Work-Life-Balance von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern beitragen.

Ergänzt wird unser breites Bildungsangebot der örtlichen Schulen durch die städtische Musikschule, die Stadtbücherei sowie die beiden Volkshochschulen von Stadt und Landkreis und den Eckert-Schulen, welche optimale Weiterbildungsmöglichkeiten für Jung und Alt bieten.

Doch auch für die ältere Generation sind wir eine lebenswerte Kreisstadt. Für die Belange und Bedürfnisse unserer Senioren setzen wir uns besonders ein und können mit verschiedensten Einrichtungen und betreutem Wohnen auch hier eine zeitgemäße Infrastruktur anbieten.

Wir sind uns unserer Verantwortung als Kommune bewusst und investieren kontinuierlich in den sozialen Wohnungsbau. Als eine der ersten Kommunen in Niederbayern hatte die Stadt Kelheim für dieses Projekt Mittel aus dem Anfang 2016 aufgelegten kommunalen Wohnraumförderprogramm beantragt. So schaffen wir zeitgemäßen und zusätzlichen Wohnraum für sozial schwächer gestellte Bürgerinnen und Bürger.

König Ludwigs Nationaldenkmal

Nach Besatzung und Plünderung in Kriegszeiten war die wirtschaftliche Situation in Kelheim im 19. Jahrhundert desolat. Erst die Entscheidung des bayerischen Königs, die Befreiungshalle auf dem Michelsberg zu errichten, war ein erster Schritt in eine hoffnungsvolle Zukunft.
Aus der Barockzeit sind im Kelheimer Raum eindrucksvolle Bauwerke geblieben, zum Beispiel die von den Brüdern Asam gestaltete Klosterkirche der Benediktinerabtei Weltenburg. In den folgenden Jahrhunderten warteten jedoch unruhige Zeiten auf die Stadt. Im 18. Jahrhundert wurde Kelheim zweimal von den Österreichern besetzt. Ein Aufstand der Bürger unter Führung des Metzgermeisters Matthias Kraus konnte die Besatzer 1705 aus der Stadt vertreiben, doch der Erfolg war nur von kurzer Dauer. Die feindlichen Truppen kehrten zurück, der Aufstand wurde niedergeschlagen und Matthias Kraus bezahlte seinen Mut mit dem Leben. Ein Denkmal erinnert heute an den Anführer des Aufstands.
Ein Monument auf dem Michelsberg
Vom österreichischen Erbfolgekrieg und den Napoleonischen Kriegen arg gebeutelt, verlor die Stadt im 19. Jahrhundert auch noch beinah alle ihre früheren Rechte. Auch die großen Eisenbahnlinien ließen Kelheim links liegen, was zur Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation beitrug. Der eindrucksvollen landschaftlichen Umgebung konnte das alles natürlich nichts anhaben, und diese bewog König Ludwig I. von Bayern dazu, auf dem Michelsberg zwischen den Flusstälern der Donau und Altmühl ein Nationaldenkmal an den Sieg über Napoleon zu errichten. Von 1842 bis 1863 dauerten die Bauarbeiten an der Befreiungshalle, die heute das Wahrzeichen der Stadt Kelheim ist. Sechzig Meter hoch ist das monumentale Bauwerk, das der König vollständig aus eigener Tasche bezahlte.

Von der Jahrhundertwende bis zum Kanalbau

Nach den Unruhen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts brachte der Bau des Main-Donau-Kanals Kelheim wirtschaftlichen Aufschwung.
Im 20. Jahrhundert ging die Entwicklung Kelheims langsam voran. Nach dem 1. Weltkrieg bestimmten Massenarbeitslosigkeit und politische Unruhen die Lage, während des Nationalsozialismus wurde die Industrialisierung durch den Bau neuer Fabriken vorangetrieben. Im 2. Weltkrieg entschieden sich beherzte Kelheimer Bürger dafür, die Stadt eigenmächtig den Amerikanern zu übergeben. Heimatvertriebene, Flüchtlinge und Umsiedler fanden in Kelheim in den Jahren nach dem Krieg ein neues Zuhause, während die Stadt sich zu einem bedeutenden Industriestandort entwickelte.
Ein wichtiges Datum in der Kelheimer Stadtgeschichte ist der 25. September 1992: Mit der Eröffnung des Main-Donau-Kanals gewann die Stadt damals wieder Anschluss an den Weltverkehr. Seitdem steigt nicht nur der Umschlag im Kelheimer Industriehafen stetig an, auch für den Tourismus stellt der Kanal einen wichtigen Pluspunkt dar.

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